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Bevölkerungsentwicklung - In Deutschland war die Bevölkerungsentwicklung lange Zeit von einer stetigen Zunahme der Bevölkerungszahl gekennzeichnet. Die Bevölkerungszahl verdoppelte sich von 1871 bis zur Mitte der 1990er-Jahre. Sie stieg dabei von 41 Millionen im Jahr 1871 – über 56 Millionen um 1900 – auf knapp 69 Millionen im Jahr 1935. Auf dem heutigen Gebietsstand Deutschlands lag die Bevölkerungszahl im Jahr 1952 zum ersten Mal bei mehr als 70 Millionen und 1991 zum ersten Mal bei mehr als 80 Millionen. Allerdings hat sich die Wachstumsdynamik im zeitlichen Verlauf zunehmend abgeschwächt. Seit ihrem bisherigen Höchststand im Jahr 2002 ist die Bevölkerungszahl sogar rückläufig. Zwischen 2002 und 2010 fiel die Zahl von 82,54 auf 81,75 Millionen – ein Rückgang um 0,95 Prozent. Allerdings ist nach acht Jahren Rückgang die Einwohnerzahl Deutschlands im Jahr 2011 erstmals leicht gestiegen. Am Jahresende lebten 81,84 Millionen Personen in Deutschland – rund 90.000 Personen mehr als im Vorjahr. In West- und Ostdeutschland verliefdie Bevölkerungsentwicklung gegenläufig. Während sich die Bevölkerungszahl in Westdeutschland von 1950 bis 2000 um 16,2 Millionen bzw. 31,8 Prozent erhöhte, sank sie im gleichen Zeitraum in Ostdeutschland um 3,3 Millionen bzw. 17,8 Prozent. Entsprechend erhöhte sich der Anteil der westdeutschen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung von 73,5 Prozent im Jahr 1950 auf 81,6 Prozent im Jahr 2000. Seit 2005 ist Bevölkerungszahl auch in Westdeutschland tendenziell rückläufig. Die Bevölkerungsentwicklung wird von sehr unterschiedlichen Einflüssen geprägt. Geburten und Sterbefälle bestimmen die Einwohnerzahl ebenso


wie die Wanderungsbewegungen, die über die Grenzen Deutschlands hinweg stattfinden (Zu- und Fortzüge). Seit 1972 hat es in Deutschland in jedem Jahr mehr Sterbefälle als Geburten gegeben. Da es jedoch parallel in fast allen Jahren einen Wanderungsüberschuss gab, hat die Bevölkerungszahl bis 2002 tendenziell zugenommen bzw. sich seitdem langsamer verringert, als es ohne Zuwanderung der Fall gewesen wäre. Im Jahr 2011 wurden 662.685 Kinder lebend geboren. Die Zahl der Sterbefälle lag bei 852.328. Daraus ergibt sich ein Geburtendefizit (Differenz aus Geburten und Sterbefällen) von 189.643. Im Jahr 2010 betrug das Defizit 180.821 – den 858.768 Sterbefällen standen 677.947 Geburten gegenüber. Erstmals nach 2002 können 2011 die Wanderungsgewinne das Geburtendefizit mehr als ausgleichen: Im Jahr 2011 sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes rund 279.000 Personen mehr aus dem Ausland zugezogen als ins Ausland fortgezogen. Einen vergleichbar hohen Wanderungsgewinn gab es zuletzt 2001, im Jahr 2010 lag er bei 127.677. Mit rund 82 Millionen Einwohnern auf 357.114 km² ist Deutschland eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Während in der Europäischen Union im Jahr 2010 durchschnittlich 116 Personen je Quadratkilometer lebten, lag die Bevölkerungsdichte in Deutschland 2010/2011 bei 229 Personen je Quadratkilometer
Bevölkerung nach Ländern - Von den 81,75 Millionen Einwohnern in Deutschland lebte Ende 2010 mehr als jeder Fünfte in Nordrhein-Westfalen (NRW) – der Anteil an der Gesamtbevölkerung lag bei 21,8 Prozent (17,85 Millionen Einwohner). Weitere 15,3 bzw. 13,2 Prozent lebten in Bayern und Baden-Württemberg. Damit entfiel 2010 die Hälfte der gesamten Bevölkerung auf die drei bevölkerungsreichsten Länder. Auf der anderen Seite lebten in den drei bevölkerungsärmsten Ländern Bremen, dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern lediglich 3,32 Millionen Einwohner bzw. 4,1 Prozent der Bevölkerung. Zwischen 1991 und 2010 (jeweils 31.12.) entwickelte sich die Zahl der Bevölkerung in den Ländern sehr unterschiedlich. Während sich die Bevölkerungszahl in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Schleswig-Holstein um jeweils sieben oder mehr Prozent erhöhte, sank sie – mit Ausnahme von Brandenburg – in den ostdeutschen Ländern drastisch. Den prozentual größten Bevölkerungsrückgang zwischen 1991 und 2010 verzeichnete Sachsen-Anhalt. Die Bevölkerungszahl fiel von 2,82 auf 2,34 Millionen und damit um 17,3 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen lag der Bevölkerungsrückgang im selben Zeitraum bei rund 13 Prozent, in Sachsen bei 11,3 Prozent. Bayern hat mit 70.550 Quadratkilometern (km²) einen Anteil von knapp 20 Prozent an der Gesamtfläche Deutschlands (357.121 km²). Es folgen die Flächenländer Niedersachsen (13,3 Prozent), Baden-Württemberg (10,0 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (9,5 Prozent). Abgesehen von den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen, auf die lediglich 0,58 Prozent der Gesamtfläche entfallen, sind das Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen die flächenmäßig kleinsten Länder – auf sie entfallen zusammen nur 9,7 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands. Bei einer Betrachtung der Bevölkerungsdichte lagen Ende 2010 die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen mit 3.899, 2.366 bzw. 1.576 Einwohnern je Quadratkilometer an erster Stelle. Aber auch Nordrhein-Westfalen ist auffallend dicht besiedelt. Mit 523 Einwohnern je km² war die Bevölkerungsdichte in NRW im Jahr 2010 mehr als doppelt so hoch wie in ganz Deutschland (229 Einwohner je km²). Die niedrigste Bevölkerungsdichte fand sich im selben Jahr mit 71 Einwohnern je km² in Mecklenburg-Vorpommern. Es folgten die anderen ostdeutschen Länder Brandenburg (85 Einw. je km²), Sachsen-Anhalt (114 Einw. je km²)
und Thüringen (138 Einw. je km²). In Westdeutschland waren im Jahr 2010 Niedersachsen und Bayern mit 166 bzw. 178 Einwohnern je Quadratkilometer die Länder mit der niedrigsten Bevölkerungsdichte. Die sozialen Sicherungssysteme werden zu großen Teilen über die Sozialversicherungsabgaben und Steuerleistungen der Erwerbstätigen finanziert. Da die meisten Erwerbstätigen in der mittleren Generation zu finden sind – also in der Gruppe der 20- bis unter 60-Jährigen (oder auch 15- bis unter 65-Jährigen) –, ist der demografische Wandel häufig Teil der politischen Diskussion. Je nachdem wie sich die Altersstruktur beziehungsweise das Verhältnis der mittleren Generation zur jüngeren und älteren Generation entwickelt, verändern sich auch die Versorgungsaufgaben der mittleren Generation. Die seit Mitte der 1970er-Jahre anhaltend niedrigen Geburtenziffern und die beständig steigende Lebenserwartung haben zu einer drastischen Veränderung des Größenverhältnisses zwischen den Generationen geführt. Der Anteil der unter 20-Jährigen an der Bevölkerung reduzierte sich zwischen 1960 und 2011 von 28,4 auf 18,2 Prozent. Parallel stieg der Anteil der Personen, die 60 Jahre und älter waren, von 17,4 auf 26,6 Prozent. Um Aussagen über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung bzw. die Altersstruktur treffen zu können, hat das Statistische Bundesamt mehrere Varianten mit unterschiedlichen Annahmen hinsichtlich der Entwicklung der Geburtenhäufigkeit, der Lebenserwartung und des Wanderungssaldos berechnet. Nach der Variante der Bevölkerungsvorausberechnung, bei der eine annähernd konstante Geburtenhäufigkeit, ein moderater Anstieg der Lebenserwartung sowie ein positiver Wanderungssaldo von 200.000 Personen pro Jahr ab 2020 angenommen wird, wird sich das Generationenverhältnis weiter zu Lasten der Jüngeren verschieben. Der Anteil der unter 20-Jährigen wird zwischen 2011 und 2060 von 18,2 auf 15,7 Prozent zurückgehen, der Anteil der Personen, die 60 Jahre oder älter sind, wird hingegen von 26,6 auf 39,2 Prozent anwachsen. Die Bevölkerungszahl verringert sich bei dieser Variante bis zum Jahr 2060 von derzeit 81,8 auf 70,1 Millionen. Neben den Entwicklungen in den Bereichen Geburtenziffer, Zuwanderung und Lebenserwartung haben noch zahlreiche andere Faktoren Einfluss darauf, ob die mittlere Generation die oben genannten Versorgungsaufgaben eher leichter oder schwerer erfüllen kann. So zum Beispiel das Lohnniveau, die Vollzeitquote, die Erwerbstätigenquote und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Und auch diese Faktoren werden ihrerseits vielfach beeinflusst – zum Beispiel durch das Qualifizierungsniveau, den internationalen Handel oder wiederum durch die Zahl der Kinder je Mutter. Zusammengenommen lassen sich demnach keine verbindlichen Aussagen über die Entwicklung der Altersstruktur und noch weniger über die "Belastung" der mittleren Generation treffen. Allerdings ist zu bedenken, dass der demografische Wandel auf Entwicklungen beruht, die sich zum Teil seit Jahrzehnten beobachten lassen und die sich – zumindest in der Vergangenheit – auch nicht kurzfristig geändert haben.

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