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Deutschland-Industrie / Industrielle Wertschöpfung - Die Industrie und die industrienahen Dienstleister generieren mehr als ein Drittel der Wertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft. Sie beschäftigen zusammen unmittelbar zwölf Millionen Menschen. Das entspricht knapp 30 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland. Ohne die Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Industrie sind die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht, nicht zu bewältigen. Je leistungsfähiger die Industrie ist, desto größer sind die Chancen, dass Deutschland die anstehenden Herausforderungen mit Erfolg bestehen wird. Durch diese Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit hat sich Deutschland zügig von der europaweiten Staatsschuldenkrise erholt und eine eigene Finanz- und Wirtschaftskrise vermeiden können. Deutschland ist mit seinem stabilen industriellen Fundament zum Vorbild für unsere europäischen Nachbarn geworden. Gemeinsames Ziel muss es sein, das industrielle Potenzial Deutschlands weiterzuentwickeln und damit auch die Wachstumskräfte in ganz Europa zu beleben. Mit den "Herausforderungen 2013–2020 aus Sicht der Industrie – Für einen neuen gesellschaftlichen Konsens" legt nicht nur Wahlprüfsteine zu einer Bundestagswahl vor. In den meisten anderen Ländern ist dies nicht der Fall. Deutschland ist gemessen an der Bruttowertschöpfung weltweit das viertgrößte Industrieland. Unter 51 relevanten Industrieländern liegt Deutschland bei der Industriedichte auf Rang neun. Unabhängig von einem weltweiten Trend zur Tertiarisierung ist die Industrie, vor allem auch vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise, weiterhin ein bedeutender Faktor. Dieses Kompendium, Die deutsche Industrie ist sehr exportorientiert. Die Exportquote des Verarbeitenden Gewerbes hat sich von 32,7 Prozent


(1995) auf 51,9 Prozent (2011) erhöht. Gleichzeitig wuchs die Außenhandelsüberschussquote (Exporte minus Importe zu Produktionswert) von 8,7 auf 15,7 Prozent.Die Industrie spielt dabei eine zentrale Rolle. 72,6 Prozent der gesamten Exporte entfallen auf das Verarbeitende Gewerbe. Sie ist die treibende Kraft hinter dem deutschen Status als Exportnation Nummer zwei, knapp hinter China. Zwar ist auch in anderen Ländern das Verarbeitende Gewerbe ein bedeutender Exportfaktor, weltweit wird jedoch nur in fünf anderen Ländern ein höherer Anteil des Exports vom Verarbeitenden Gewerbe erbracht. Der durchschnittliche Anteil weltweit liegt bei gut 57 Prozent. Der deutsche Außenhandel ist stark auf höherwertige Produkte konzentriert. Hoch produktive Vorleistungsgüter und innovative Investitionsgüter spielen dabei eine herausragende Rolle. .Die Industrie ist ein wichtiger stabilisierender Faktor für die Wirtschaftskraft und Perspektive der ländlichen Räume. Durchschnittlich 27,7 Prozent aller Arbeitnehmer in ländlichen Gebieten sind im Verarbeitenden Gewerbe beschäftigt. Dies sind zwölf Prozent mehr als in den urbanen Ballungszentren. Unter den 50 Standorten mit den höchsten Industrieanteilen befinden sich nur sechs städtische Regionen mit großer industrieller Tradition wie etwa Wolfsburg oder Ingolstadt. Die große Bedeutung der Industrie für den ländlichen Raum in Deutschland hat sich dabei in den 70er und 80er Jahren herausgebildet. Betrachtet man die Verteilung der Industrie innerhalb Deutschlands ist außerdem ein Ost-West- und ein Nord- Süd-Gefälle sichtbar. beleuchtet die derzeit wichtigsten industriebezogenen Themenkomplexe – sowohl in kurz-, mittel- wie auch in langfristiger Perspektive. Die relevanten Themenfelder werden im Hinblick auf den Erhalt der Wertschöpfungsketten, von Arbeitsplätzen und Wachstum in ihrem Status quo analysiert. Es werden Zukunftsperspektiven aufgezeigt und praxisorientierte Lösungsvorschläge unterbreitet. Gesetzliche Rahmenbedingungen für und politische Anforderungen an die deutschen Industrieunternehmen müssen stets das europäische Zusammenwachsen, die weiterhin zunehmende Globalisierung und den internationalen Wettbewerbsdruck auf die deutsche Industrie berücksichtigen.
Die Industrie in Deutschland erlebt derzeit eine Renaissance. Seit über 15 Jahren ist ihr Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung stabil. Die Krise der Jahre 2008 und 2009 wurde überraschend schnell überwunden. Auch die Europäische Kommission entdeckt die Industrie neu und will ihren Wertschöpfungsanteil in der EU von derzeit 16 auf 20 Prozent ausbauen. Auch im Ausland wird zunehmend erkannt, dass die Industrie eine wichtige Drehscheibenfunktion für Wertschöpfungsketten hat. Die Industrie ist deshalb viel mehr als es ihr eigener Beitrag zur Wertschöpfung ausdrückt, gerade auch im Industrieland Deutschland. Industrie ist mehr als nur Verarbeitendes Gewerbe. Produkte , Maschinen-, Ressourcen-, Material- und Kapitaleinsatz, Technik oder komplexe Herstellungsverfahren – diese Merkmale sind mit dem Begriff Industrie verbunden. Jeder weiß, was gemeint ist, wenn man über Industrie spricht. Trotzdem bleibt eine klare Begriffsbestimmung notwendig, die vor allem problemadäquat sein muss. Vier Konzepte lassen sich bei der Definition des Begriffs Industrie unterscheiden.
Die bekannteste Definition von Industrie baut auf der internationalen amtlichen Nomenklatura der Wirtschaftszweige auf. Zur Industrie gehören in einer weiten Abgrenzung das Produzierende Gewerbe oder in einer engeren Sicht das Verarbeitende Gewerbe. Dieses Konzept ist international abgestimmt und verbreitet. .Die Verbundsicht ermittelt den Wertschöpfungsbeitrag, den die Industrie allein und mit anderen Branchen über Vorleistungsverflechtungen gemeinsam erwirtschaftet.Das betrifft in Deutschland rund ein Drittel der gesamten Bruttowertschöpfung. Anders als beim Branchenkonzept wird die wichtige Drehscheibenfunktion der Industrie für die Organisation branchenübergreifender Wertschöpfungsketten betont. .Bei der Produktsicht wird – wie bei der Verbund- und Prozesssicht – ein Blick auf die konkreten Tätigkeiten der Unternehmen gerichtet. Keines der Industrieunternehmen verkauft nur Industrieprodukte. Viele haben bereits ein hybrides Geschäftsmodell, bei dem über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg auch Dienstleistungen angeboten werden. .Ein völlig neues Konzept für die Definition von Industrie ist die Prozesssicht. Das wesentliche Merkmal ist die identische Reproduzierbarkeit der Produkte, da ihre Herstellung auf Stücklisten, Konstruktionen, Rezepturen oder klaren technischen Spezifikationen beruht. Damit ist im Regelfall ein Material- und Ressourcenverbrauch verbunden. Als zusätzliches Merkmal kommt die Lagerbarkeit hinzu – also die Trennung von Produktion und Verwendung. Beide Kriterien erfüllen auch viele Dienstleistungen, wie die Herstellung von Software oder technische Dienste. Auf zwei Industrieunternehmen kommt rund ein Dienstleister, der industriell fertigt. Unternehmen, die identisch reproduzierbare Produkte herstellen, haben sehr ähnliche Anforderungen an den Standort. Sie produzieren kapitalintensiv, betreiben Maschinen und Anlagen, benötigen größere Flächen, sind überdurchschnittlich energieintensiv, arbeiten nicht emissionsfrei, brauchen technologieintensives Wissen und ihre Mitarbeiter haben ähnliche Kompetenzen. All das macht sie zu natürlichen Verbündeten im Bemühen um industriefreundliche Rahmenbedingungen. Dieser neue Industriebegriff ist deshalb insbesondere im Rahmen der politischen Interessensvertretung und der Öffentlichkeitsarbeit relevant.



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