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Parteien in Deutschland - Aus den Erfahrungen der Geschichte schreibt das Grundgesetz den Parteien diese große Rolle zu. Sie sollen die verschiedenen Interessen der Bevölkerung in Programme und Entscheidungen übersetzen und umgekehrt den Bürgerinnen und Bürgern Politik vermitteln. Ob die Parteien ihrer großen Aufgabe voll gerecht werden, ist umstritten. Derzeit wenden sich viele enttäuscht von der Politik ab; Mitglieder und Wahlbeteiligung schwinden. In acht Kapiteln und zahlreichen statistischen Grafiken stellt das Dossier die großen und kleinen deutschen Parteien ausführlich vor und erklärt, wie unsere "Parteiendemokratie" funktioniert. Stellt man sich die deutsche Demokratie als Dampfmaschine vor, dann sind Parteien der Keilriemen: Sie sorgen dafür, dass Bewegung von einem Teil der Maschine in den anderen kommt – und zurück. Parteien werden deshalb oft auch als demokratisches Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft bezeichnet. Es gibt kaum politische Entscheidungen in Deutschland, an denen sie nicht beteiligt sind. Fast alle Abgeordneten in den Parlamenten gehören einer Partei an – obwohl es die Möglichkeit gibt, direkt für ein Amt zu kandidieren. Die Bundesrepublik Deutschland wird daher häufig als Parteiendemokratie bezeichnet
Meist bestimmen die in den Bundestag gewählten Organisationen unser Bild von Parteien: CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis90 / Die Grünen und Die Linke sind derzeit in das Parlament gewählt. Die Christlich Demokratische Union (CDU) ist eine liberal-konservative Volkspartei, die sich für christliche Werte und das Bürgertum einsetzt. Im Freistaat Bayern ist die CDU nicht aktiv. Dort gibt es die Christlich Soziale Union, die im Bundestag mit der CDU zusammenarbeitet und ein eine ähnliche Programmatik vertritt
Viele Deutsche wissen gar nicht, dass es auch zahlreiche Kleinparteien gibt, oder stoßen erstaunt auf ihre Namen auf dem Stimmzettel, wenn sie wählen gehen. Dass wenige große Parteien die Politik bestimmen, hängt mit der deutschen Geschichte zusammen: In der ersten deutschen


Demokratie, der Weimarer Republik, führte die Zersplitterung des Parlaments in viele kleine Parteien zu einer unstabilen Regierung. Ihre Schwäche und die Unzufriedenheit der Bürger mit ihnen waren ein Grund dafür, dass die Nationalsozialisten 1933 in Deutschland an die Macht kamen. Daher muss eine Partei heute bis auf wenige Ausnahmen mindestens fünf Prozent aller Stimmen erlangen, um im Bundestag oder Länderparlamenten vertreten zu sein.Und noch etwas hat Deutschland aus der Geschichte gelernt: Parteien, die darauf aus sind, die freiheitlich demokratische Grundordnung Deutschlands abzuschaffen, können verboten werden

Die Christlich Demokratische Union (CDU)
Die Christlich Demokratische Union (CDU) ist die konservative Volkspartei in Deutschland. Sie hat die Geschichte der Bundesrepublik entscheidend mitbestimmt. Konrad Adenauer gestaltete die Westintegration der Republik, Ludwig Erhard steht bis heute für das Modell der sozialen Marktwirtschaft, Helmut Kohl gilt als einer der Architekten der Europäischen Union. Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel wurde 2005 als erste Frau ins Bundeskanzleramt gewählt. Die Partei hat sich in den letzten Jahren schrittweise von einigen konservativen Positionen abgewandt, etwa in der Familien- und Wirtschaftspolitik.
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist eine Partei der linken Mitte. Sie blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück: Sie wurde 1875 als Sozialistische Arbeiterpartei gegründet, von den Nationalsozialisten 1933 verboten und 1945 neu gegründet. Basis der SPD-Politik sind die Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Von ihren früheren marxistischen Wurzeln verabschiedete sich die Partei auf dem Godesberger Parteitag 1959. Seitdem gilt die SPD auch programmatisch als breite Volkspartei, die in den folgenden Jahrzehnten mehrere Bundesregierungen anführte.
Die Freie Demokratische Partei (FDP)
Die Freie Demokratische Partei (FDP) vertritt liberale Positionen und wird dem bürgerlichen Lager zugerechnet. Lange Zeit nahm sie im Parteiensystem eine Schlüsselrolle als "Mehrheitsbeschafferin" ein und konnte in mehreren Bundesregierungen mitwirken. Leitidee der Partei ist bis heute die persönliche Freiheit und Verantwortung des Einzelnen. Der Bürger soll seine Interessen in einem Staat mit möglichst wenig Vorschriften und Bürokratie verfolgen können. Seit vielen Jahren steht dabei die Forderung nach einer marktliberalen Wirtschaftspolitik im Vordergrund. Sozialpolitik soll dementsprechend "sozial, nicht sozialistisch" sein.
DIE LINKE
Die Linke ist die Nachfolgepartei der aus der ehemaligen DDR-Partei Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) hervorgegangenen Partei Die Linkspartei.PDS (Partei des Demokratischen Sozialismus) und der WASG (Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit). Beide Parteien fusionierten am 16. Juni 2007 miteinander zur Partei DIE LINKE, die das Ziel eines demokratischen Sozialismus vertritt. DIE LINKE erzielt vor allem in Ostdeutschland große Erfolge, ist mittlerweile aber auch in mehreren westdeutschen Bundesländern im Landtag vertreten.
Bündnis 90/Die Grünen
Die Partei Bündnis 90/Die Grünen entstand 1993 durch die Fusion der westdeutschen Grünen und des ostdeutschen Bündnis 90. Mit dem Zusammenschluss gelang es der "ökologischen Reformpartei", sich dauerhaft zu etablieren. Ökologie steht nach wie vor im Zentrum grüner Politik - heute eng mit dem Begriff der Nachhaltigkeit verbunden. Andere Ziele sind Gewaltfreiheit, Demokratie und Menschenrechte.
Die Christlich-Soziale Union (CSU)
Die Christlich-Soziale Union (CSU) ist eine in Bayern beheimatete christlich-konservative Volkspartei, die dort seit vielen Jahrzehnten regiert. Mit ihrer Schwesterpartei CDU bildet sie im Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft. Ihre in der deutschen Politik einzigartige Doppelrolle im Bund und in Bayern hat der Partei in der Vergangenheit einen beträchtlichen Einfluss auf die Bundespolitik gesichert. Dabei ist die CSU immer als starker Fürsprecher des Föderalismus hervorgetreten.
Die Kleinparteien
Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) - Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) - Freie Wähler (FREIE WÄHLER) - Südschleswigscher Wählerverband (SSW) - Bürger in Wut (BIW) - Alternative für Deutschland (AfD) - Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) - Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, (Die PARTEI) - Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) - Familien-Partei Deutschlands (FAMILIE)
Die dauerhafte Dominanz weniger großer Parteien wie in Deutschland ist weltweit selten. Auf Bundesebene hat sich das deutsche Parteiensystem als erstaunlich stabil erwiesen. Trotzdem gelingt es auch kleineren Parteien immer wieder, mit Wahlerfolgen auf sich aufmerksam zu machen. Oft ist dieser Wahlerfolg regional oder lokal beschränkt. Die hier vorgestellten Kleinparteien zeigen aber auch, dass der Einzug in ein Landesparlament möglich ist und sie auch auf die Bundespolitik Einfluss nehmen können.




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