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Rheinland-Pfalz Bundesland / DEUTSCHLAND    

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Über Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz: Ein Bundesland, das durch seine Vielfältigkeit beeindruckt. In sieben Regionen unterteilt, entdeckt man nicht nur landschaftlich immer wieder etwas Neues. Auf unserer interaktiven Karte haben Sie die Möglichkeit, mehr über die einzelnen Regionen und ihre Weltkulturerbestätten zu erfahren. Außerdem stellen wir Ihnen Schriftstellerinnen und Schriftsteller vor, die in Rheinland-Pfalz geboren sind oder einen Teil ihres Lebens hier verbracht haben. Es lassen sich auch Autorinnen und Autoren finden, die dieses Land auf eine besondere Art und Weise geprägt haben - oder hier Zeit ihres Lebens geprägt wurden. Begünstigt durch die dramatische Notsituation während der Weltwirtschaftskrise verzeichnete die Hitler-Partei zwischen 1930 und 1933, besonders in den protestantisch und ländlich-agrarisch geprägten Gebieten großen Zulauf. Die Deutsche Zentrumspartei und die Bayerische Volkspartei konnten sich dagegen in den katholischen Gebieten behaupten. Innerhalb der politischen Arbeiterbewegung zeichnete sich eine Spaltung zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten ab und äußerte sich mit den wachsenden kommunistischen Stimmanteilen in einigen Städten und Regionen. Als Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, versuchte die NSDAP sich ihrer politischen Gegner mit legalistischen Methoden wie dem Ermächtigungsgesetz und den Gesetzen über die Gleichschaltung von Ländern und Kommunen sowie dem Verbot aller Parteien außerhalb der NSDAP zu entledigen und ihre Machtposition zu vergrößern. Durch den Einsatz von Reichskommissaren und Reichsstatthaltern verloren die Länder gegenüber der Reichsregierung immer mehr an Bedeutung. Zahlreiche Gegner der Nationalsozialisten.
RHEINLAND-PFALZ


Vor allem Kommunisten, Sozialdemokraten und Mitglieder des „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ wurden unmittelbar nach der Reichtagswahl vom 5. März 1933 verhaftet und zur „Umerziehung“ in die frühen Konzentrationslager, wie beispielsweise nach Osthofen, verschleppt. Das Rhein-Main-Gebiet bildete in den Jahren von 1933 bis zum Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 ein wichtiges Zentrum des zivilen Widerstandes gegen die NS-Herrschaft mit herausragenden politischen Köpfen wie Wilhelm Leuschner, Carlo Mierrendorff und Ludwig Schwamb. Viele Widerständler bezahlten ihren mutigen Einsatz mit dem Leben. Die an Rhein und Mosel ansässigen Juden wurden ab dem Frühjahr 1933 systematisch diskriminiert und verfolgt, beginnend mit Entrechtung und finanzieller Ausplünderung bis hin zu Pogrom und Deportation. Die über 800 verbliebenen pfälzischen Juden wurden zusammen mit den badischen Juden am 22. Oktober 1940 ins unbesetzte Frankreich deportiert und von der Vichy-Regierung in dem berüchtigten Internierungslager Gurs am Fuße der Pyrenäen inhaftiert und später im Osten ermordet. Die rheinhessischen Juden und dem „Gau Moselland“ wurden ab Frühjahr 1942 in die Vernichtungslager Osten oder in das „Musterghetto“ Theresienstadt deportiert. Am 15. Mai 1940 wurden fast alle Sinti in der Pfalz und in Rheinhessen verhaftet und über Hohenasperg bei Ludwigsburg in Ghettos nach Polen deportiert, wo die meisten schließlich im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. 1936 ließ Hitler Wehrmachtseinheiten in das linksrheinische Gebiet einmarschieren und verletzte so den Versailler Vertrag. Im Sommer 1939 mussten zahlreiche Menschen aus der „Roten Zone“, einem acht bis zehn Kilometer tiefen Streifen entlang der Westgrenze, ihre Häuser und Höfe verlassen. Der Bau des „Westwalls“ war ab 1938 mit Hilfe von dienstverpflichteten Arbeitskräften und des Reichsarbeiterdienstes vorangetrieben worden. Die SS errichtete ein Sonderlager in Hinzert bei Trier, das zunächst Straf- bzw. „Arbeitserziehungslager“ für Westwallarbeiter, später Konzentrationslager war. Wie überall im Deutschen Reich, so wurde auch im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz die Kriegswirtschaft mit Hilfe von vielen Tausenden von Zwangsarbeitskräften aufrechterhalten. Die linksrheinischen Gebiete litten ab 1942 zunehmend unter Luftangriffen, zunächst von industriellen Zentren und Eisenbahnknotenpunkten, gegen Kriegsende lagen alle Städte in Trümmern. Am 7. Februar 1945 marschierten amerikanische Truppen in Trier ein. US-Truppen rückten von Westen her über die Grenzen bis zum Rhein vor und eroberten den größten Teil des heute zu Rheinland-Pfalz gehörenden Gebiets. Die südöstliche Pfalz wurde von französischen Truppen besetzt. Die Amerikaner begannen sofort mit dem Aufbau provisorischer deutscher Lokalverwaltungen, die die Bevölkerung mit Nahrungsmittel, Brennstoffen, Kleidung und Wohnraum versorgen sollten. Aus diesen kommunalen Verwaltungseinheiten wurde am 1. Juni 1945 das Oberregierungspräsidium Mittelrhein-Saar geschaffen. Deutschland wurde 1945 gemäß den Vereinbarungen der Alliierten in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Das linke Rheinufer und einige rechtsrheinische Gebiete wurden von den Amerikanern geräumt und der französischen Militärverwaltung unterstellt. Am 10. Juli 1945 übernahm die französische Militärregierung die Gebiete entlang des Rheins bis zum Bodensee und gliederte das Saargebiet aus. Sie richtete für den südlichen Teil von Rheinland-Pfalz das Oberregierungspräsidium „Hessen-Pfalz“ und für den nördlichen Teil die drei Regierungsbezirke Trier, Koblenz und Montabaur ein. Alltag und Wiederaufbau kamen in den französischen Zonen nur schleppend voran, da die Militärregierung in der französischen Zone zunächst versuchte, durch Demontage von deutschen Fabrikanlagen und durch Beschlagnahmung von Lebensmitteln und Rohstoffen die französische Bevölkerung für ihr Leiden zu entschädigen. Nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes fand eine Wiedergründung von Gewerkschaften und politischen Parteien statt. Durch die Verordnung Nr. 6 der französischen Militärregierung vom 10. September 1945 wurden einzelne Gewerkschaften wieder zugelassen und mit der Verordnung Nr. 23 vom 13. Dezember 1945 auch die Bildung von politischen Parteiorganisationen. Ganz anders als die amerikanische Säuberungspolitik zur Entnazifizierung, sollte das Konzept der französischen Militärregierung für die Entnazifizierung den Aufbau der neuen Demokratie gegenüber nationalsozialistischen Einflüssen absichern. Jeder Beschäftigte im Öffentlichen Dienst, Lehrerinnen und Lehrer, Führungskräfte in der Privatwirtschaft und Angehörige bestimmter Freier Berufe mussten einen Fragebogen ausfüllen. Das Verfahren schwer belasteter Nationalsozialisten, die in Internierungslagern in Idar-Oberstein, Landau, Wörth, Diez-Freiendiez und Trier-Petrisberg festgehalten wurden, ging nur schleppend voran. Ein großer Teil der Richter und Staatsanwälte aus der NS-Zeit kehrten ab 1948 wieder in ihre Ämter zurück und viele Juristen wurden wieder in den Justizdienst übernommen. Erst in den Jahren 1990 und 1992 wurden alle Urteile dieser NS-Sondergerichte überprüft. Die Umerziehung der Deutschen sollte vor allem durch eine gezielte Kultur- und Bildungspolitik erreicht werden und der Aussöhnungsgedanke der beiden Länder Frankreich und Deutschland stand an oberster Stelle. Rheinland-Pfalz verdankt dieser Politik viele Bildungs- und Forschungseinrichtungen wie die 1946 wieder gegründete Universität Mainz. Ab Herbst 1945 durften Schulen wieder öffnen, Lokalzeitungen erscheinen und der von den Franzosen gegründete „Südwestfunk“ in Baden-Baden wurde am 30. Oktober 1948 zu einer „Anstalt des öffentlichen Rechts“ mit Sitz in Mainz.

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